Written by sara on 22. Juli 2010 – 14:39
Durch die fortschreitende Globalisierung und die wirtschaftliche Ausdehnung einzelner Unternehmen muss bei vielen Bewerbungsgesprächen damit gerechnet werden, dass auch die Verständigungsfähigkeit in Englisch überprüft wird. Es gibt nahezu nichts unangenehmeres, wenn man bei diesem Test versagt, denn eine Voraussetzung für das Einladen zu einem Gespräch ist die vorhergegangene Qualifikation, die man in einem solchen Fall sicherlich angegeben hat. Deswegen sollte man sich auch auf diese Situation gewissenhaft vorbereiten.

© Peter Kirchhoff / PIXELIO
Natürlich ist der Wechsel in eine andere Sprache ein besonderer Stressfaktor und anfängliche Unsicherheiten lassen sich meistens nicht vermeiden. Außerdem sollten auch in der englischen Sprache Fachvokabeln genutzt werden, die eine gewisse Kompetenz vermitteln. Dabei geht es in einem solchen Gespräch nicht unbedingt nur um den fachlichen Aspekt, sondern ebenso um die persönliche Darstellung. Beruflicher Werdegang und Qualifikationen müssen auch auf Englisch präsentiert werden. Ebenso muss in englischen Vorstellungsgesprächen keine falsche Bescheidenheit vorherrschen und es zählen nicht nur Titel, sondern vor allem Referenzen. Es geht dabei stärker um das Selbstmarketing. In der Formulierung ändert sich dabei einiges, denn aus “Wir” wird ganz schnell “Ich”. Das mag sich egozentrisch anhören, ist aber nur der begrenzten Selbstdarstellung zu zuschreiben. Natürlich dürfen dabei nicht Früchte geerntet werden, die man nicht selbst gepflanzt hat, aber niemand muss den individuellen Beitrag unterbewerten.
Die richtige Vorbereitung auf diese Eventualität ist ein Crash-Kurs, der das eingerostete Englisch aufbessert. Wenn es dafür zu spät ist, hilft die innerliche Ausformulierung der Selbstpräsentation. Stärken, Schwächen, Erfolge, Niederlagen, die ganze Berufsgeschichte, alles könnte abgefragt werden und eine gewissenhafte Vorbereitung, auch verbal, kann Unsicherheiten vermeiden. Nicht zu vergessen ist dabei, dass auch ein Blick auf die Unternehmensgeschichte zu werfen ist.
Werdegang, Konfliktverhalten, Führungsstil, Stressfragen, Erfolgsbilanz, Gehalt – all dies sind Aspekte, die den Vorgesetzten interessieren und die ebenso auf Englisch zu formulieren sind. Auch wenn das erst einmal schwierig scheint, wird der Mut belohnt!